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Trade Republic Depot

Das Depot von Trade Republic im Test

Trade Republic Depot

Trade Republic bezeichnet sich als "Deutschlands erster mobiler und provisionsfreier Broker" und besticht im Vergleich mit der Konkurrenz tatsächlich mit extrem günstigen Konditionen.

Das Trade Republic Wertpapierdepot wird ohne Depotgebühr angeboten und Wertpapiere wie Aktien oder ETFs können, unabhängig vom Auftragsvolumen, für nur einen Euro gekauft und verkauft werden.

Wie werden die extrem günstigen Ordergebühren finanziert und müssen Kunden dafür Nachteile in Kauf nehmen? Wir haben das Depot getestet und nennen hier die Vor- und Nachteile.

 

Trade Republic Wertpapierdepot - Konditionen in der Übersicht

Girokonto Empfehlung Bewertung: 2+
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Depotanbieter Trade Republic Broker
Depotgebühr 0€ - Trade republic keine Depotgebühr. Das Wertpapierdepot wird kostenlos eröffnet und geführt.
Limits 0€ - Das Setzen, Ändern oder Streichen von Limits ist bei Trade Republic kostenlos.
Orderarten Nur Market- oder Limit-Order
Auslandsbörsen Nein - Handel nur an Börse Hamburg (LS Exchange). Spreads sind an Referenzmarkt Xetra gebunden.

Transaktionen

 

Gebühren für den (Ver)Kauf von Wertpapieren

Provision

0€

+ Fremdkosten
+1€ - Traderepublic verlangt keine Ordergebühren, sondern nur 1€ als Fremdkostenpauschale
(+ Telefonzuschlag)

Nein - Keine Orderaufgabe per Telefon / Fax möglich

 

Vergünstigter Handel

 

Vergünstigter Handel

Vieltrader Rabatt? Nein - Kein extra Rabatt für Vieltrader

 

Fonds / ETF

 

Sparpläne

Kostenlose Sparpläne? Ja- 280 ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühren (ähnlich gut wie Consorsbank Depot)
Aktionen? 1€ - alle angebotenen ETFs lassen sich für nur 1€ kaufen / verkaufen

Sonstiges

 

Sonstiges

Prämie / Startguthaben

Nein - Trade Republic bietet kein Startguthaben oder keine Prämie für die Depoteröffnung bzw. den Depotübertrag an

Besonderheiten
  • Extrem günstige Ordergebühren für Neu- und Bestandskunden
  • (Leicht) beschränkte Auswahl an handelbaren Aktien
  • Keine Beratung, spartanisches Angebot (z.B. nur Limit-Order)
Bewertung

1. Konditionen: Girokonto Empfehlung 2. Sparpläne: Girokonto Empfehlung 3. Sonstiges: Depot-Bewertung

  1. Günstigster uns bekannter Broker. Nur 1€ je Kauf oder Verkauf unabhängig vom Volumen
  2. 280 Sparpläne im Angebot. Keine Kaufgebühren bei ETF Kauf über einen Sparplan. Beim Verkauf nur normale Odergebühren (1€).
  3. Spartanisches Angebot ist den extrem günstigen Gebühren geschuldet. Dennoch deutscher Anbieter (kein Problem mit Jahressteuerbescheinigung) und Garantie, dass Wertpapiere nicht verliehen werden.
Tel. Trade Republic
+49 30 5490 6310
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Bewertung des Trade Republic Wertpapierdepots

Trade Republic ist ein moderner "Smartphone"Broker, mit extrem niedrigen Gebühren. Bisher liegen die günstigsten Ordergebühren eines deutschen Anbieters bei ca. 5€. Ist man bereit ein Depot bei einem ausländischen Anbieter zu eröffnen, sind Trading-Gebühren von ca. 2€ möglich, allerdings bringt ein Depot im Ausland einige andere Nachteile mit sich.

Trade Republic ist mit einem Paukenschlag in den deutschen Markt gestartet und bietet Käufe und Verkäufe für nur einen Euro an, was im Vergleich mit den etablierten Anbietern sensationell günstig ist. Weiter unten erklären wir, wie Trade Republic mit solch geringen Gebühren arbeiten kann. Hier wollen wir jedoch fest halten, dass Trade Republic aus Kostensicht der mit Abstand beste Broker ist, den es in Deutschland aktuell gibt. Gehandelt wird übrigens über den elektronischen Handelsplatz LS Exchange, der zur Hamburger Börse gehört. Die Spreads sind an die Xetra-Kurse gebunden, so dass man auch nicht durch schlechte Kurse draufzahlt.

Trade Republic hat ein paar Schwächen, auf die wir weiter unten etwas genauer eingehen. Das Depot ist sicherlich nicht für jeden geeignet, aber die Nachteile liegen nicht in der Sicherheit der Einlagen. Trade Republic ist eine Wertpapierhandelsbank und arbeitet mit der deutschen SolarisBank zusammen. Kundengelder sind somit über die deutsche Einlagensicherung abgesichert.

Wie hoch sind die Gebühren beim Kauf bzw. Verkauf

Trade Republic verlangt keine eigenen Ordergebühren. Lediglich eine Fremkostenpauschale in Höhe von einem Euro wird je Kauf oder Verkauf in Rechnung gestellt. Die Pauschale ist dabei volumenunabhängig. Man zahlt somit für den Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren in Wert von 1.000€ genauso viel wie für eine Order über 50.000€, nämlich nur einen Euro.

Trade Republic plant dieses Konditionen auch dauerhaft anzubieten. Es handelt sich somit nicht um eins der vielen Neukundenangebote, bei denen man in den ersten 12 Monaten vergünstigt Aktien handeln darf und anschließend mit deutlich schlechteren Konditionen leben muss. Bei diesen Konditionen fragt man sich unweigerlich, wie Trade Republic sich finanziert. Die Frage klären wir im Folgenden.

Kostenlose ETF-Sparpläne bei Trade Republic

Zum Start des Angebots hatte Trade Republic noch keine Sparpläne im Programm. Seit Ende 2019 bietet der Broker jedoch auch die Möglichkeit ETFs in Form eines Sparplans zu erwerben. Trade Republic verzichtet auf Kaufgebühren bei der Ausführung der Sparpläne. Alle sparplanfähigen ETFs können somit kostenlos über einen Sparplan erworben werden.

Das Sparplanangebot von Trade Republic muss sich dabei nicht vor den Angeboten er bekannteren Direktbanken verstecken, ganz im Gegenteil. Trade Republic bietet inzwischen 280 ETF-Sparpläne an. Die ETFs werden hauptsächlich von iShares angeboten und es finden sich sehr viele beliebte und bekannte ETFs in der Auswahl, wie z.B. der iShares MSCI World. 

Wie kann Trade Republic mit solchen Konditionen überleben?

Wir haben bereits festgestellt, dass Trade Republic im Vergleich mit allen deutschen und selbst europäischen Depotanbietern extrem günstig ist. Wie kann Trade Republic mit solchen Konditionen überleben oder wird der Anbieter in einem Jahr wieder vom Markt verschwunden sein?

Die Geschäftsideee von Trade Republic ist nich neu. In den USA ist 2013 der no fee broker "Robinhood" gestartet und hat vorgemacht, dass Banken ohne bzw. mit extrem Gebühren Gebühren arbeiten können. Trade Republic hat die Idee vom Robinhood Broker übernommen und in Deutschland umgesetzt. Neben den Ordergebühren und Depotgebühren haben Depotanbieter weitere Einnahmequellen, wie z.B.

  • Bestandsprovisionen: Von der jährlichen Managementgebühr eines Fonds oder ETFs zahlt der Anbieter einen Teil an den Broker, in dem die ETFs verwahrt werden
  • Rückvergütung von Handelspartnern

Einnahmen aus diesen beiden Quellen generieren ebenfalls die anderen Banken und Broker. Die fehlenden Ordergebühren lassen sich nur durch eine sehr schlanke Kostenstruktur bewerkstelligen, die noch deutlich schlanker sein muss als bei den etablierten Direktbanken und online Brokern. Dies wird durch folgende Punkte erreichet:

  • Moderne Technik ermöglicht hohe Automatisierung
  • Reiner Handel und keine Zusatzleistungen und Beratung
  • Beschränkung auf im Vergleich weinige Produkte (6.500 Aktien, 500 ETFs und 40.000 Derivate)

Vor- und Nachteile von Trade Republic

Das Depot von Trade Republic punktet durch die extrem günstigen Gebühren. Wer häufiger Wertpapiere kauft und verkauft kann mit einem Depot bei Trade Republic viel Geld sparen. Eventuell eignet sich das Depot sogar gut als Zweitdepot, um seine Kosten bei bestimmten Trades zu minimieren. Von Vorteil ist ebenfalls die sehr große Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen. 280 ETFs werden angeboten, bei denen keine Kaufgebühren anfallen, wenn diese in Form eines Sparplans erworben werden.

Außerdem gefällt uns die Smartphone App von Trade Republic mit der man sehr schnell zurechtkommt. Die Technik ist sehr intuitiv und man kann unkompliziert Aktien kaufen und verkaufen

Nachteile vom Trade Republic Wertpapierdepot

Eingangs haben wir bereits erwähnt, dass ein Wertpapierdepot bei Trade Republic sicherlich nicht für jeden etwas ist (eventuell dennoch zumindest als Zweitdepot zu empfehlen). Die Nachteile von Trade Republic sind zum größten Teil der schlanken Kostenstruktur und der kleineren Produktpalette geschuldet:

  • Beschränkte Anzahl an Wertpapieren handelbar (z.B. nur 500 ETFs)
  • Kein Zugang zu Auslandsbörsen
  • Keine Beratung
  • Bisher kein Depotübertrag zu Trade Republic möglich
  • Beschränkung der Orderarten (Market-Order, Limit-Order)

 

Fazit Trade Republic:

Trade Republic bietet ein kostenloses Wertpapierdepot mit Gebühren je Trade von nur einem Euro an. Aufgrund der fehlenden Fixkosten lohnt sich die Depoteröffnung eigentlich für jede Person, die ab und zu Wertpapiere kauft bzw. verkauft. Allerdings bietet Trade Republic keine Beratung und nur eine beschränkte Anzahl an handelbaren Aktien und ETFs an. Deutsche und europäische Standartwerte wird man fast alle kaufen können, wer jedoch an (ausländischen) Nebenwerten interessiert ist, kann diese eventuell nicht für sein Depot bei Trade Republic erwerben.

Außerdem bot Trade Republic zum Start keine (kostenlosen) Sparpläne an. Dieser Nachteil wurde inzwischen jedoch behoben, so dass die Depoteröffnung bei Trade Republic sich selbst für Personen lohnt, die monatlich Geld in ETFs sparen möchten. Kaum eine andere Bank aus unserem Depot Vergleich bietet eine solch große Auswahl an ETF-Sparplänen ohne Kaufgebühr an.

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