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Kostenlose Fonds- und ETF-Sparpläne im Vergleich

 

Sparpläne Vergleich

Welche Banken bieten kostenlose ETF, Fonds, ETC oder Zertifikate Sparpläne an?

Die meisten Banken bieten Ihren Kunden Fonds-, Aktien- und ETF-Sparpläne an. Inzwischen werben sogar einige Banken mit kostenlosen Sparplänen. Auf den Ausgabeaufschlag beim Fonds bzw. auf die Kaufgebühren beim ETF wird dann von Seiten der Bank verzichtet.

Wir haben uns Banken angesehen, die mindestens einen kostenlosen ETF-Sparplan bzw. Fondssparplan anbieten. Was ist von den Angeboten zu halten und fallen wirklich keine Gebühren an?

Fonds und ETF Sparplanangebote der Banken im Vergleich

In der Tabelle nennen wir die üblichen Gebühren bei Sparplänen und gehen besonders auf die kostenlosen Sparplanangebote ein. Im Sparplan Vergleich finden Sie zu jeder Bank bzw. jedem Broker die Anzahl der angebotenen kostenlosen Sparpläne für ETFs, Fonds, ETCs und Zertifikaten. Über einen Klick auf "Informationen" gelangen Sie zu einer Übersichtsseite zum Depot des jeweiligen Anbieters. 

Banken mit kostenlosen ETF- und Fondssparplänen im Kostenvergleich

Anbieter

Gebühr

pro Monat

Sparplan Gebühren

Gebühren ohne Sparplan Angebote

Kostenlose Sparpläne

(Mit Link zu den Fonds / ETFs)

Details

(weitere Infos)

onvista Depot

0€

Möglichkeit Wertpapiere generell kostenlos kaufen über Freebuys

(Details unter Informationen)

  • 41 kostenlose ETF Sparpläne (hier)
  • 80 Fonds Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag (hier)
  • 15 kostenlose Zertifikate Sparpläne (hier)
  • 4 kostenlose ETC Sparpläne (hier)

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zum Anbieter

Comdirect Depot

0€*

1.000 handelbare ETFs, 150 für Sparplan (davon 45 kostenlos)

Normalerweise Ausgabeaufschlag oder 1,5% des Ordervolumens (max. 4,90€) bei ETFs

  • 45 kostenlose ETF Sparpläne (hier)
  • 20 Fonds als Sparplan ohne Ausgabeaufschlag (hier)
  • Depoteröffnung und Sparpläne auch für Kinder

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Consorsbank

0€

Normalerweise 1,5% des Ordervolumens

  • 120 kostenlose ETF Sparpläne (hier und hier)
  • Fondssparpläne z.T. ohne Ausgabeaufschlag (hier)
  • Depot kann als Kinderdepot eröffnet werden

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DKB Depot 0€ Kein Ausgabeauschlag bei 200 Fondssparplänen
  • 22.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag (hier)
  • 200 davon als gebührenfreien Fondssparplan
  • Nus bis 31.03.2017 120 kostenlose ETF Sparpläne (hier)

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zum Anbieter

S-Broker Depot 0€*

ETF Sparplan:

Normalerweise 2,5% des Ordervolumens

  • Kostenlose wikifolio Sparpläne (Zetifikate) (hier)
  • Bis auf Weiteres über 100 ETF und ETC Sparpläne von comstage und Deka ohne Orderentgelt!

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maxblue Sparplan 0€  

Sparplan Gebühren:

Normalerweise 2,5€ + 0,4% des Ordervolumens

  • Alle angebotenen ETFs von X-trackers & ComStage als kostenloser Sparplan
  • 6 Fonds Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Alle angebotenen X-trackers ETCs als Sparplan für 0€ kaufen
  • Produktliste Sparplan hier
  • Depoteröffnung und Sparpläne auch für Kinder
 

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 1822direkt Sparplan  0€  

85 Sparplanfähige ETFs

Normalerweise 2,95€ je Sparplan

  • Alle sparplanfähigen ETFS von ComStage 24 Monate ohne Gebühren kaufen
 

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zum Anbieter

 

ING DiBa Tagesgeldkonto

0€

ETF-, Aktien- und Zertifikate-Sparpläne:

Normalerweise 1,75% Orderprovision

  • ETFs und Fonds ab 500€ gebührenfrei kaufen (kein Sparplan!)

weitere Informationen

zum Anbieter

 

* Depot nicht bedingungslos kostenlos. Bedingungen siehe Detailseite des jeweiligen Depotanbieters.

Wie verdienen Banken an Fonds- bzw. ETF-Sparplänen?

Beim Kauf von Fonds muss üblicherweise ein Ausgabeaufschlag (Agio) gezahlt werden, der eine prozentuale Gebühr auf den gekauften Anteilwert ist. Fonds werden von der Fondsgesellschaft (KAG) bezogen. ETFs und Zertifikate werden dagegen frei an der Börse gehandelt. Bei ihnen fällt kein Agio an, sondern die "normalen"  Kaufgebühren der Bank bzw. des Brokers.

Die Banken verdienen jedoch nicht nur am Agio oder den Kaufgebühren , sondern zusätzlich noch an einer jährlichen Verwaltungsgebühr. Bei gängigen ETFs liegt die jährliche Gebühr bei 0% bis 0,80% und bezieht sich auf den Anteilswert. Bei Fonds ist diese Gebühr in der Regel höher. Fonds werden aktiv gemanagt, weshalb von der Fondsgesellschaft höhere Gebühren in Rechnung gestellt werden. Möchte man längerfristig in ETFs oder Fonds sparen, sollte man sich daher unbedingt die Gesamtkostenquote ansehen. Wir zeigen im Folgenden, bei welchem Anbieter man die Gebühren wo finden kann.

Fallen bei einem kostenlosen ETF Sparplan wirklich keine Kosten an?

Langfristig sparenIm Internet liest man immer wieder über kostenlose ETF Sparpläne. Vorweg nehmen können wir, dass diese Angebote sehr interessant sind. Andere Banken verlangen für den Kauf exakt der selben ETFs bzw. Fonds Gebühren, wodurch man bei einem "kostenlosen Sparplan" gerade langfristig einen sehr großen Kostenvorteil hat. Bei manchen Banken fallen bei einem Sparplan über 50€ monatlich im Jahr ca. 40€ an Gebühren an, die bei anderen Banken nicht erhoben werden! 

Dennoch entstehen auch bei den umworbenen ETF- oder Fondssparplänen Kosten. Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) zeigt für jeden Investmentfonds, wie hoch die jährliche Fondsgebühr ist. Diese Kosten fallen jedoch bei jedem Fonds oder ETF an, unabhängig davon, ob der Broker Kaufgebühren verlangt hat oder nicht. Möchte man monatlich in ETFs sparen, empfehlen sich tatsächlich kostenlose Sparpläne.

Welche ETFs werden kostenlos angeboten?

In den meisten Fällen handelt es sich bei den kostenlosen ETF Sparplänen um ETFs von ComStage oder db X-trackers. ComStage ist ein Tochterunternehmen der Commerzbank und db X-trackers gehört zur Deutschen Bank.

Die onvista Bank bietet außerdem einige kostenlose ETF Sparpläne von Deka (gehört zur Sparkassen Finanzgruppe), i-Shares (Black Rock Vermögensverwalter) und Lyxor (gehört zur französischen Großbank Société Générale ) an. Die meisten kostenlosen ETF Sparpläne werden bei maxblue und der comdirect angeboten, wobei das ETF Sparplan Angebot nur minimal größer als das der onvista Bank oder der Consorsbank ist.

ETFs ohne Verwaltungsgebühr bzw. mit 0% Gesamtkostenquote

Weiter oben haben wir erklärt, dass beim Kauf eines Fonds oder ETFs Kosten durch den Ausgabeaufschlag bzw. den Transaktionsgebühren entstehen und jährlich (selbst bei kostenlosen Sparplänen) zumindest eine Verwaltungsgebühr / Managementgebühr anfällt. Es gibt jedoch einige ETFs ohne jährliche Verwaltungsgebühr. Folgende ETFs haben eine Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote) von 0% und lassen sich u.a. bei der comdirect als kostenlosen Sparplan besparen:

 

  • COMSTAGE CBK COMMODITY - WKN: ETF099 (Rohstoffe)

  • COMSTAGE 1 DAX UCITS - WKN: ETF901 (DAX)

  • COMSTAGE 1 DIVDAX UCITS - WKN: ETF903 (Dividenden)

  • COMSTAGE 1 MDAX UCITS - WKN: ETF907 (MDAX)

  • COMSTAGE 1 EURO STOXX 50 - WKN: ETF950 (Euro Stoxx)

 

"Normale" Fonds mit einer Gesamtkostenquote von 0% gibt es übrigens nicht (zumndest nicht ohne Ausgabeaufschlag). ETFs sind insgesamt die günstigeren Produkte. Nur wenige aktiv gemanagte Fonds schlagen unter Berücksichtigung der Gesamtkosten vergleichbare ETFs (gleiches Anlageziel wie z.B. Deutsche Standartwerte).

Warum bieten Banken kostenlose ETF- und Fondssparpläne an?

Die kostenlosen Wertpapiersparpläne werden hauptsächlich von Direktbanken angeboten. Diese online Banken haben eine andere Kostenstruktur als Filialbanken und verdienen selbst bei dem Verzicht auf die üblichen Transaktionsgebühren über die jährliche Verwaltungsgebühr (die ETF Anbieter geben einen Teil der Gebühr an die Banken weiter) noch ausreichend.

Außerdem befinden sich die Banken in Deutschland in einem harten Wettbewerb und werben in vielen Bereichen mit Prämien um Neukunden. Die Angebote machen vor einer Prämie beim Girokonto nicht halt, sondern finden sich auch im Depotbereich. Mit kostenlosen Sparplanangeboten ziehen die Banken Interessenten an, die später eventuell auch andere Produkte nachfragen, bei denen dann doch Transaktionsgebühren anfallen.

Für Kunden sind die Sparplan Angebote jedoch eine Bereicherung. Die ETFs von ComStage und X-trackers werden von den meisten Banken und Brokern angeboten, doch die wenigsten Banken verzichten auf ihre Transaktionsgebühren bei jeder Sparplan Ausführung.

Wie viel Geld kann man durch einen kostenlosen ETF Sparplan sparen?

Die zur Frankfurter Sparkasse gehörende 1822direkt bietet Kunden einige kostenlose ETF Sparpläne. Möchte man allerdings in einen anderen ETF monatlich sparen, würden bei 1822direkt 2,95€ je Ausführung anfallen. Im Jahr käme man somit auf Ordergebühren in Höhe von 35,40€ (12 x 2,95€) für jeden ETF Sparplan bei einem Anlagebetrag von 600€ (ohne Berücksichtigung von Kursänderungen). Nach 10 Jahren hätte man bereits 354€ an Transaktionsgebühren bezahlt. Dieser Betrag wäre für jeden einzelnen ETF Sparplan angefallen.

(1822direkt ist dabei nicht einmal der teuerste Anbieter und bietet immerhin eine gute Auswahl an kostenlosen ETF Sparplänen an.)

Bei Fondssparplänen sehen die Kosten ähnlich aus. Fonds haben üblicherweise Ausgabeaufschläge zwischen 3% und 5%. Ist man Kunde beim falschen Broker, zahlt man ebenfalls über Jahre hinweg Gebühren, die bei einer der vorgstellten Direktbanken vielleicht nicht angefallen wären.

 

 Ob sich ein Fonds oder ETF gut entwickelt weiß man vor dem Kauf nicht. Nur die Gebühren für die Orderkosten stehen bereits vorher fest. Wer langfristig Geld sparen möchte sollte unbedingt die Gebühren im Blick behalten und einen günstigen bzw. kostenlosen Broker wählen. Gerade bei einem längeren Anlagezeitraum summieren sich die Ordergebühren zu einem großen Kostenblock, den das gewählte Finanzprodukt erst einmal verdienen muss.

Sparen Sie bereits in ETFs oder Fonds und zahlen für Ihren Sparplan Gebühren? Dann überprüfen Sie am besten, ob Sie nicht den gleichen ETF (bzw. ein Produkt mit ähnlichen Anlageschwerpunkt) über einen anderen Broker günstiger bzw. sogar kostenlos erwerben können.

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