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Depot mit verzinstem Verrechnungskonto

 

Depot verzinstUm Aktien und andere Wertpapiere kaufen zu können, benötigt man ein Depot. Mit dem Depot wird ebenfalls ein Verrechnungskonto eröffnet, auf dem das Geld für den Aktienkauf liegen muss.

Die meisten dieser Verrechnungskonten werden nicht verzinst. Der online Broker Flatex verlangt inzwischen sogar Strafzinsen von seinen Kunden für geparkte Gelder. Es gibt jedoch weiterhin einige Banken und Depotanbieter, die Zinsen für Einlagen auf dem Depotkonto zahlen.

Wir stellen in der folgenden Tabelle eine Reihe an Wertpapierdepots mit verzinsten Verrechnungskonten vor.

Wertpapierdepots mit verzinsten Verrechnungskonten - Alle Angebote im Vergleich

Anbieter

Zinssatz

Details Verzinsung Depotkonto

Beispiel für Gebühren

Besonderheiten

(Gebühren, Extras)

Details

(weitere Infos)

Merkur Bank 0,65%

0,65% nur beim kostenpflichtigen Verrechnungskonto "Tagesgeld Plus"

(Unverzinstes Verrechnungskonto kostenlos. Für 149€ im Jahr erhält man 0,65% auf dem Verrechnungskonto. Erst bei ca. 23.000€ Durchschnittsguthaben werden Gebühren für verzinstes Depotkonto vereinnahmt)

  • Keine Depotgebühr
  • Aufträge 25€ zzgl. Fremdkosten
  • Nach Kauf im Wert von mind. 25.000€ (durch neue Gelder bzw. Übertrag) 6 Monate 2% auf Festgeld bis 500.000€ möglich
  • Gleiche Konditionen in den Filialen

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ING DiBa Tagesgeldkonto 0,01%

1,00% für Neukunden in den ersten 4 Monaten

(Nach den Neukunden Konditionen wird das Depotkonto mit nur noch 0,01% verzinst)

  • Keine Depotgebühr / Fixkosten
  • Gute Bank (Girokonto, Depot un Tagesgeld)

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NIBC Depot

0,25%

 

0,25% Zinsen auf dem Depotverrechnungskonto

(Die Bank hat bereits sehr oft die Zinsen gesenkt)

  • Noch halbwegs fairer Zinssatz auf dem Verrechnungskonto
  • Leider bereits sehr viele Zinssenkungen

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OnVista Bank 0%

Keine Zinsen, aber Freebuys für Geld auf dem Depotkonto

(Kein verzinstes Depotkonto. Kunden werden statt Zinsen Freikäufe (Freebuys) gutgeschrieben. Wer die Freikäufe nutzt, spart mehr als bei den verzinsten Depotkonten an Zinsen zu verdienen ist)

  • Kostenloses Wertpapierdepot
  • Freebuys lohnen sich für "Wenig Trader"

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Volkswagen Depot 0,1%

0,1% Zinsen auf dem Verrechnungskonto vom Depot

  • Nur unter Bedingungen Kostenloses Depot
  • Prämie bei Wertpapierübertrag
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Was ist ein Depotverrechnungskonto?

Um Aktien und andere Wertpapiere kaufen zu können, benötigt man nicht nur ein Wertpapierdepot, sondern ebenfalls ein Verrechnungskonto, über welches die Käufe und Verkäufe abgerechnet werden.

Was ist ein Depotübertrag?Bei diesem Konto kann es sich um ein Girokonto, spezielles Verrechnungskonto oder ein Tagesgeldkonto handeln. Normalerweise muss das Konto für die Abrechnung bei der Depotbank geführt werden. Nur so kann der Depotanbieter sicher sein, dass z.B. beim Aktienkauf der notwendige Geldbetrag auf dem Konto vorhanden ist. Die meisten Banken eröffnen zum Depot automatisch ein separates Konto, dass nur dem Zweck der Abrechnung dient.

Auf dieses Verrechnungskonto kann Geld überwiesen werden. Überweisungen von dem Verrechnungskonto sind aus Sicherheitsgründen nur auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto (z.B. ein eigenes Girokonto) möglich.

Warum sind die meisten Verrechnungskonten unverzinst?

Zinsen erhaltenBanken zahlen inzwischen Strafzinsen für ihre Einlagen bei der EZB und haben nur wenig Interesse an ungenutzten Kundengeldern auf ihren Konten. Inzwischen hat sogar der erste Broker (Flatex) Strafzinsen für Kundengelder auf dem Verrechnungskonto eingeführt. Kunden zahlen somit Zinsen, wenn sie Liquidität auf dem Verrechnungskonto vom Depot liegen lassen. Flatex hatte diesen Schritt mit den aktuellen Marktbedingungen gerechtfertigt und erklärt, dass man ansonsten anderswo die Gebühren hätte anpassen müssen.

Das aktuelle Zinsniveau ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Als die Banken noch gut an den geparkten Kundengeldern verdienen konnten, zahlten ebenfalls die wenigsten Banken und Broker Zinsen aufs Verrechnungskonto. Wer regelmäßig Wertpapiere kaufen möchte, benötigt ein gewisses Cash-Polster auf seinem Depotkonto. Die wenigsten Trader überweisen sich erst einen Tag vor dem Aktienkauf den benötigten Betrag. Die Banken konnten die Kundeneinlagen bisher immer kostenlos nutzen und sparten es sich Zinsen an ihre Kunden zu zahlen. Jetzt wo das Zinsgeschäft weggefallen ist, möchten allerdings einige Banken plötzlich ihre Kunden (an den negativen Zinsen) beteiligen.

Dennoch gibt es weiterhin einige Ausnahmen, die ein verzinstes Verrechnungskonto zum Depot anbieten. Wir haben uns die Banken und Broker angesehen:

Welche Bank bietet das beste verzinste Depotkonto?

Bei den verzinsten Depotverrechnungskonten reichen die Zinsen von 0,01% (SBroker, jedoch nicht in der Tabelle) bis zu 0,65%. Die ING zahlt sogar einen noch höheren Zinssatz, der allerdings nur für Neukunden und nur für die ersten 4 Monate gültig ist.

Ein bestes Depot mit Verrechnungskonto können wir nicht bestimmen. Der Testsieger hängt von den auf dem Verrechnungskonto geparkten Beträgen und der Handelsaktivität des Kunden ab.

Ab wann lohnt sich welches Depot?


Merkur Bank Die Merkur Bank bietet ein Depot ohne Depotgebühr an. Die Ordergebühren liegen bei 25€ zzgl. Fremdkosten (eventuelle Courtage und Börsengebühren). Die Gebühren der Merkur Bank steigen jedoch nicht mit dem Ordervolumen an, was bei anderen Banken üblich ist. Bei Ordervolumen von über 10.000€ ist die Merkur Bank bereits günstiger als viele der größeren Direktbanken.

Das verzinste Verrechnungskonto muss man sich über die Option "Tagesgeld Plus" erkaufen. Um Zinsen auf dem Depotkonto zu erhalten, muss man somit 149€ im Jahr bezahlen. Erst ab ca. 23.000€ hat man diese Gebühr eingeholt. Das Depot der Merkur Bank lohnt sich daher nur für Personen, die zum einen größerer Ordervolumen handeln und außerdem größere Beträge auf dem zum Depot gehörenden Verrechnungskonto liegen lassen. Die erhöhte Verzinsung gilt für Beträge bis 100.000€.

 


ING DiBa Tagesgeldkonto Die ING ist eine der größten und bekanntesten Direktbanken in Deutschland. Ihr Depot bietet die Direktbank komplett kostenlos an. Die Ordergebühren sind in Ordnung und können auf der Detailseite nachgelesen werden. Bei Käufen / Verkäufen von Aktien über 2.000€ würde man z.B. ca. 12€ bezahlen. Bei Ordervolumen von 10.000€ allerdings bereits knapp unter 30€ (Unterschiedlich je nach Börsenplatz und Wertpapierart).

Bei der ING kann das Tagesgeldkonto als Depotverrechnungskonto genutzt werden. Neukunden erhalten für ein paar Monate einen erhöhten Zinssatz, der später allerdings auf das Niveau der Bestandskunden (siehe Tabelle oben) abgesenkt wird. Das Depot mit dem leicht verzinstem Verrechnungskonto eignet sich bei kleineren Ordervolumen und Cash-Polstern auf dem Verrechnungskonto.

 


NIBC DepotDie Ordergebühren von NIBC Direct liegen in etwa auf dem Niveau der ING. Die Zinssätze auf dem Verrechnungskonto sogar über denen bei der ING. Dennoch würden wird das Depot bei der ING vorziehen, da die Direktbank das insgesamt bessere Angebot (Service, Gesamtpaket) macht. Außerdem hat NIBC in der Vergangheit sehr oft die Zinsen gesenkt. Eine Garantie gibt es nicht, dass die Zinssätze über denen der ING bleiben.

 

 


OnVista Bank Die OnVista Bank wurde inzwischen von der deutlich größeren Comdirect Bank übernommen. An dem Freebuy-Konzept von onVista wurde zum Glück festgehalten. Kunden der onVista Bank erhalten keine Zinsen für Guthaben auf ihrem Verrechnungskonto, sondern ihnen werden monatlich je nach Durchschnittsguthaben des Vormonats Freikäufe gutgeschrieben.

Bereits ab einem Durchschnittsguthaben von 2.000€ erhält man einen Freikauf. Wer im Vormonat im Schnitt mindestens 5.000€ auf seinem Depotkonto liegen hatte, erhält bereits 3 Freikäufe. Maximal können Kunden 5 Freikäufe im Monat gutgeschrieben bekommen. Wer die Freikäufe komplett oder sogar nur teilweise nutzt, spart deutlich mehr, als er bei einem Depotkonto mit Zinsen eingenommen hätte.

Wer jedoch kaum Wertpapiere kauft oder verkauft und ein verzinstes Verrechnungskonto hauptsächliches zum Parken seines Geldes benötigt, schneidet bei den anderen Angeboten vermutlich besser ab.

 

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